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| Autor | Thema: Katayamafieber/ Schistosomiasis |
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| Marcel Ist öfters hier ![]() ![]() ID # 543 |
erstellt: 22. Juli 2010 11:06 zitat pm mail Servus Leuts! Habe mal wieder bischen rumgelesen und bin auf das Katayamafiber/ Schistosomiasis gestoßen. Hört sich lecker an ... Auf jeden Fall wollte ich wissen, ob ich während meiner Madagaskarreise verzichten muss auf das Baden im piscine naturelle zum Beispiel? Sind diese ganzen natürlichen Bäder zu meiden und das Baden nur auf das Meer zu beschränken? Wie verhält es sich mit irgendwelchen Flußüberquerungen ...? Gruß, Marcel |
Beiträge: 7 | Mitglied seit: Juli 2010 | IP: gespeichert | |
| Marcel Ist öfters hier ![]() ![]() ID # 543 |
erstellt: 22. Juli 2010 11:15 zitat pm mail Reise geht von Tana nach Tulear, so nebenbei gesagt Dachte gerade an Isalo was das Baden angeht... |
Beiträge: 7 | Mitglied seit: Juli 2010 | IP: gespeichert | |
| Jade Stammgast ![]() ![]() ![]() ID # 420 |
erstellt: 22. Juli 2010 14:17 zitat pm Von Schisto... habe ich noch nie was gehoert geschweige denn, das in ueber 6 Jahren hier bekommen, trotz zahlreicher Reisen in die Pampa. Auf jeden Fall solltest Du nicht in stehenden Gewaessern baden und Dich vor dem Kopfsprung ins Unbekannte vergewissern, dass keine Krokodile drin schwimmen. Fliessende Gewaesser sollten normalerweise kein Problem sein. Schoenen Urlaub also ! |
Beiträge: 62 | Mitglied seit: April 2009 | IP: gespeichert | |
| Marcel Ist öfters hier ![]() ![]() ID # 543 |
erstellt: 22. Juli 2010 20:53 zitat pm mail Vielleicht kennst du es als Bilharziose? |
Beiträge: 7 | Mitglied seit: Juli 2010 | IP: gespeichert | |
| tanalahy Kennt sich schon aus ![]() ![]() ID # 544 ![]() |
erstellt: 22. Juli 2010 23:49 zitat pm mail hp Bilharziose gibt es, aber nur in stehenden Gewässern (Tümpel, Reisfelder, etc) ----------------------- Planet VaoVaoWeb ![]() |
Beiträge: 9 | Mitglied seit: Juli 2010 | IP: gespeichert | |
| Mafy_Be Stammgast ![]() ![]() ![]() ID # 504 |
erstellt: 23. Juli 2010 01:49 zitat pm mail Hallo, Bilharziose - auch "Leberegel" genannt, sind durch Wasserschnecken übertragene kleine Würmer, die sich durch die Unterschenkelhaut bohren und so in die Blutbahn gelangen. Die Parasiten setzen sich in der Leber fest und verursachen eine ganze Reihe von Krankheitssymptomen. Die Krankheit ist mit einem Antiparasitikum/Antibiotikum gut behandelbar, lässt sich aber durch ein wenig Vorsicht vermeiden. Stehende Gewässer (Reisfelder, Tümpel usw.) rasch durchwaten und nicht lange stehen bleiben. Rohrstiefel werden von manchen Reiseführern empfohlen, sind aber unpraktischer Quatsch! In Isalo kannst Du getrost in der Piscine baden, ebenso wie in den anderen Gewässern - eigentlich auch zum Trinken geeignet, absolut sauber! Bis dahin Mafy Be ----------------------- M.B. |
Beiträge: 21 | Mitglied seit: März 2010 | IP: gespeichert | |
| ilaitrandraka Fühlt sich wie zu Hause ![]() ![]() ![]() ID # 158 |
erstellt: 25. Juli 2010 12:15 zitat pm mail Was man bei der Bilharziose beachten sollte, sind die beiden unterschiedlichen Arten, die es in Madagaskar gibt: 1. intestinale (Leber-) Bilharziose (verursacht durch Schistosoma mansoni): kann Leberveränderungen bis zu Leberkrebs verursachen. Im Süden und Osten, aber auch im Zentrum 2. urogenitale Bilharziose (verursacht durch Schistosoma haematobium): zeigt sich oft durch wiederkehrendes Blut im Urin. Im Westen und Norden. Eine Verteilungskarte von 1998 gibt's unter http://www.madadoc.mg/v02696_SCH.pdf Insgesamt schätzt die WHO, dass 2009 etwa 11 Millionen Menschen in Madagaskar infiziert sind (siehe http://www.who.int/neglected_diseases/preventive_chemotherapy/sch/db/index.html?units=minimal®ion=all&country=mdg&countries=mdg&year=all ). Die Zahl erscheint mir hoch, in älteren Publikationen wurde mal von insgesamt 2,5 bis 5 Millionen gesprochen. Andererseits waren in einer Studie im ländlichen Hochland 1994 immerhin 68% der Untersuchten mit Schistosoma mansoni infiziert und 23% zeigten typische Leberveränderungen im Ultraschall (siehe http://www.tropicalmedandhygienejrnl.net/article/S0035-9203%2801%2990099-9/abstract ). Inwieweit man sich an die Empfehlungen zum Meiden stehender Gewässer hält, ist natürlich jedem selbst überlassen. Eventuell kann man darüber nachdenken, nachträglich (wenn man potentiell infektiöse Gewässer betreten hat) eine Einmaldosis Praziquantel einzunehmen. Es gibt in Madagaskar ein ziemlich großes Schisto-Kontrollprogramm, in dessen Rahmen Schulkinder einmal jährlich Praziquantel bekommen. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass man das Medikament auf Verdacht oder prophylaktisch nimmt, da ein Großteil der behandelten Kinder in diesen Programmen natürlich keine Symptome hat. Details solle man natürlich mit einem tropenmedizinisch versierten Arzt absprechen. In Madagaskar selbst dürfte das so ziemlich jeder Allgemeinmediziner sein, in Deutschland muss man schon etwas genauer hinschauen, wer einen berät. |
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erstellt: 22. Juli 2010



Dachte gerade an Isalo was das Baden angeht...


