Prozess um Schweißfüße

39jähriger zu 250 Euro Geldbuße verurteilt

Stuttgarter Nachrichten 04.07.2002

Den Haag - Ein Prozess um die Schweißfüße eines 39 Jahre alten Mannes aus Rotterdam ist am Donnerstag in Den Haag mit der Verurteilung zu einer Geldbuße von 250 Euro beendet worden. Ein Richter fand den Angeklagten des Hausfriedensbruchs schuldig, weil er sich über das Besuchsverbot der Universitätsbibliothek von Delft hinweggesetzt hatte. Der Rotterdamer war von der Bücherei ausgeschlossen worden, nachdem sich andere Besucher über den heftigen Fußgeruch des Mannes beschwert hatten, der beim Lesen gern die Schuhe auszog.

Der Verurteilte hat Berufung angekündigt. Außerdem wolle er in Deutschland um Asyl nachsuchen. Dort sei man hoffentlich weniger pingelig, was den Fußgeruch angehe, sagte er anschließend vor Journalisten.

Die Schweißfüße des Mannes hatten international Schlagzeilen gemacht, als er im Hausfriedensbruch-Verfahren den Richter der Befangenheit beschuldigte. Ihn störte, dass ihm der Richter im Prozess verboten hatte, die Schuhe auszuziehen. Dies sei aber kein Zeichen für Befangenheit fand ein dreiköpfiges Berufungsgericht. Ende